Guten Appetit!

Nachdem ich das Thema Essen in meinem vorherigen Artikel schon einmal angeschnitten habe, möchte ich nun etwas ausführlicher darüber berichten. Schon bevor ich in Südafrika war, war ich gefragt worden, wie das Essen hier so sein soll und ob ich nicht verhungern würde. Anders ist das Essen, das kann ich nicht leugnen:

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typisch afrikanisches Essen

Erlaubt mir, die einzelnen Komponenten vorzustellen:
Süßkartoffel: schmeckt (wie der Name schon sagt) süßer als (normale Salz-)Kartoffeln und ist ein wenig klebriger.
-„Pap„, das Grundnahrungsmittel der Menschen im südlichen Afrika: ein weißer Brei aus Maismehl („Mealie-Meal“). Er schmeckt zwar nach nichts, hat aber – wie ich finde – eine sehr interessante Konsistenz. Bis zu dreimal am Tag wird er in verschiedenen Variationen gegessen: morgens in einer etwas flüssigeren Form, mittags mit Gemüse und abends mit Gemüse und Fleisch.
Spinat aus dem eigenen Garten. Nur mit gebratenen Zwiebeln und Tomaten nicht zu lange gekocht und mit Salz und ein wenig Pfeffer gewürzt. Mein Lieblingsgemüse hier. Ganz oft frage ich, ob ich die Schüssel leer machen darf.
-„Kapenta„: kleine Fische, die man ganz isst, inklusive Kopf und Flossen. Einige haben ein Problem mit den offenen Augen, die einen anschauen. Sr Alicia hat die Köpfe erst abgeschnitten. Als Sr Sophia sie darauf angesprochen hat, hat jene sie aber doch gegessen. Die Fische haben natürlich auch Gräten, aber sie sind sehr flexibel, dünn und leicht zu zerkauen.
-„Mopani-Worms„. Nach ihrer Ernte werden die sie ausgequetscht und in der Sonne getrocknet. Nachdem sie frittiert und mit Salz gewürzt wurden, sind sie fertig zum Essen. Vorher kann man sie auch essen, sie sollen aber geschmacklos in diesem Zustand sein. Einige haben spitze Stacheln an der Oberseite.

Am liebsten esse ich mit den Fingern. Man sollte es kaum glauben, aber es gibt dabei sogar besondere Techniken. Die folgende ist mein Favorit, Sr Annah hat sie mir gezeigt. Zuerst formt man eine Kugel aus dem Brei. Dabei darf auch die Handfläche „dreckig“ werden. Danach dellt man den Ball mit den Daumen ein wenig ein. In die so entstandene Delle wird anschließend mit dem Daumen der Spinat gedrückt. Diese Technik bevorzuge ich persönlich beispielsweise. Normalerweise beisst man ein Stück ab und benutzt das Breibällchen mehrmals, ich stopfe immer das ganze in meinen Mund. Ich muss also noch ein wenig üben. 😉

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