Frohes Neues Jahr! – Happy New Year! – Gelukkige Nuwe Jaar!

Alles Gute für 2014 wünsche ich euch. Vielen Dank, dass ihr den Blog -im Gegensatz zu mir- noch nicht aufgegeben habt.
Ich habe fast vergessen, dass heute Silvester ist, obwohl es immer eine Woche nach Weihnachten ist. Weihnachtsstimmung ist bei mir nicht wirklich aufgekommen:
-Es ist Sommer und 25-30*C warm. Deshalb gehen wir regelmäßig im Pool schwimmen. In den Läden wird aber trotzdem mit reichlich Kunstschnee dekoriert.
-Die Weihnachtsbäume sind alle künstlich und übertrieben mit Glitzerzeug behängt. Ich persönlich finde es ziemlich kitschig. Aber urteilt selbst:

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-Die Weihnachtslieder sind nicht ruhig und besinnlich, sondern eher zum Tanzen geeignet.
-Ich habe es nur ein Mal geschafft, mit den Kindern Plätzchen zu backen (und das ist auch nicht so abgelaufen, wie ihr mir das vorgestellt habe). Die Kinder haben das Backen -und noch mehr das Resultat- genossen.
Generell hänge ich der Zeit ziemlich hinterher, deshalb habe ich mir anlässlich dieses besonderen Tages keine tiefsinnigen Worte für euch überlegt. Das ist nicht gerade meine Stärke und erst recht nicht spontan. Für 2014 habe ich nur ein Zitat von Nelson Mandela, das mir immer wieder Mut macht: „Das Größte, was man im Leben erreichen kann, liegt nicht darin, niemals zu fallen, sondern jedes Mal wieder aufzustehen.“ Es passt ziemlich gut zu meiner Situation.
Mein Motto für die verbleibende Zeit in Kapstadt: „Es kann nur besser werden.“ Das gilt hoffentlich auch für meinen Blog. Auf jeden Fall werde ich bald wieder etwas von mir hören lassen!

PS: Hat jemand eine Idee, was man aus leeren Dosen, wie rechts im Bild, basteln kann? Dann schreibe bitte eben einen Kommentar. Wenn du den nicht veröffentlich, sondern nur für mich lesbar haben möchtest, schreibe es dazu.

Entschuldigung

Nein, dies ist nicht der versprochene Artikel über Botshabelo. Eigentlich wollte ich ihn jetzt veröffentlichen. Aber es sind unerwartet Probleme aufgetreten. Sobald sich diese geklärt haben, werde ich mich wieder melden. Bis dahin ist die Existenz des Blogs auf Eis gelegt. Bitte entschuldigt das. Ich mag es nicht, Versprechen zu brechen, aber leider geht es nicht anders.
Schöne Grüße

Vor Botshabelo ist nach Botshabelo

Dieser Artikel hätte ganz am Anfang stehen müssen, denn hier erfahrt ihr, wie es eigentlich dazu gekommen ist, dass ich jetzt hier bin.
Ich habe ihn auf Anregung von Herrn Wöste, dem stellvertretenden Schulleiter des Gymnasiums Leoninum in Handrup, geschrieben. Wenn ihr gerne etwas zu einem bestimmten Thema wissen wollt, könnt ihr mich ruhig fragen. Vielleicht ist der nächste Artikel dann von dir initiiert. 😉 Außerdem weiß ich nicht, ob alles immer verständlich ist. Ich bemühe mich. Aber wenn ihr Nachfragen habt, seit bitte nicht gehemmt sie zu stellen.
Wie ich genau darauf kam, nach Afrika zu wollen, weiß ich nicht mehr so genau. Ich kann mich erinnern, dass mehrere junge Menschen uns in der Schule besucht haben, um uns von ihren Freiwilligen Diensten im Ausland zu erzählen. Das hat einen bleibenden Eindruck auf mich hinterlassen.
Vor einem Jahr habe ich dann meinen Eltern eröffnet, dass ich nach der Schule nach Afrika möchte. Es traf sie ziemlich unvorbereitet.
Meine Mutter hat einen Aufenthalt über eine offizielle Organisation ablehnt und auch Herr Wöste hat von diesen abgeraten, da sie sehr teuer seien. Deshalb haben wir uns nach Alternativen umgesehen: Eine war, bei den Eltern von Bekannten in Botswana in einem Krankenhaus zu arbeiten. Da ich dort aber ziemlich auf mich allein gestellt gewesen wäre, haben wir diese Möglichkeit fallengelassen.
Also blieb noch über einen Orden nach Südafrika, Simbabwe und Namibia zu gehen. Der Kontakt wurde über die Tante von Frau Wöste hergestellt. Sie hat in den einzelnen Ordenshäusern angefragt, ob und wie lange ich dort bleiben könne.
Ostermontag waren meine Mama und ich bei ihr in Johannesburg, weil der Cousin meines Vaters Hermann und seine Frau Gabriele uns eingeladen hatten 10 Tage bei ihnen zu verbringen. In dem Gespräch wurde uns gesagt, dass Namibia nicht ginge, weil es dort für mich keine Beschäftigung gäbe, ebenso wie Simbabwe, weil es dort zu gefährlich sei. Ich würde mich also mehr als drei Monate am Stück in Südafrika aufhalten, das hieß für mich: Visum beantragen. Erst habe ich mich darauf ausgeruht, dass man es nur zwei Monate vor der geplanten Einreise stellen kann, anstatt schon alle Dokumente und Unterlagen zusammen zu sammeln. Dann habe ich einen Punkt nach dem anderen auf der langen Anforderungsliste abgehakt, anstatt mehrgleisig zu fahren. Wegen dem Röntgenbericht bin ich von der Röntgenabteilung im Krankenhaus zum Internisten geschickt worden, und von ihm wieder mit dem Auftrag meine Lunge zu röntgen zum Krankenhaus. Nach ein paar Tagen konnte ich dann das ausgefüllte Formular beim Arzt abholen.
Der erste Antrag kam zurück, es fehlten ein Passfoto, Kontoauszüge und ein Befund zu dem Röntgenbericht. Zudem müsse das Bestätigungsschreiben der Schwestern nachgebessert werden. Auf meine zweite Einsendung wurde dann per E-Mail die Überweisung der Bearbeitungsgebühr gefordert, eher würde der Antrag nicht bearbeitet werden.
Aus all diesen Gründen hat sich die Ausreise von anfänglich Anfang August bis Mitte September verschoben. Die Schwestern haben mir wegen der zeitlichen Verschiebung überhaupt keinen Druck gemacht. Ich könne trotzdem wie geplant zwei Monate in Botshabelo und sechs in Kapstadt bleiben, weshalb ich sehr erleichtert war.

Am Donnerstag werde ich meinen letzten Artikel veröffentlichen, der sich auf meinen Aufenthalt in Botshabelo bezieht.