Vor Botshabelo ist nach Botshabelo

Dieser Artikel hätte ganz am Anfang stehen müssen, denn hier erfahrt ihr, wie es eigentlich dazu gekommen ist, dass ich jetzt hier bin.
Ich habe ihn auf Anregung von Herrn Wöste, dem stellvertretenden Schulleiter des Gymnasiums Leoninum in Handrup, geschrieben. Wenn ihr gerne etwas zu einem bestimmten Thema wissen wollt, könnt ihr mich ruhig fragen. Vielleicht ist der nächste Artikel dann von dir initiiert. 😉 Außerdem weiß ich nicht, ob alles immer verständlich ist. Ich bemühe mich. Aber wenn ihr Nachfragen habt, seit bitte nicht gehemmt sie zu stellen.
Wie ich genau darauf kam, nach Afrika zu wollen, weiß ich nicht mehr so genau. Ich kann mich erinnern, dass mehrere junge Menschen uns in der Schule besucht haben, um uns von ihren Freiwilligen Diensten im Ausland zu erzählen. Das hat einen bleibenden Eindruck auf mich hinterlassen.
Vor einem Jahr habe ich dann meinen Eltern eröffnet, dass ich nach der Schule nach Afrika möchte. Es traf sie ziemlich unvorbereitet.
Meine Mutter hat einen Aufenthalt über eine offizielle Organisation ablehnt und auch Herr Wöste hat von diesen abgeraten, da sie sehr teuer seien. Deshalb haben wir uns nach Alternativen umgesehen: Eine war, bei den Eltern von Bekannten in Botswana in einem Krankenhaus zu arbeiten. Da ich dort aber ziemlich auf mich allein gestellt gewesen wäre, haben wir diese Möglichkeit fallengelassen.
Also blieb noch über einen Orden nach Südafrika, Simbabwe und Namibia zu gehen. Der Kontakt wurde über die Tante von Frau Wöste hergestellt. Sie hat in den einzelnen Ordenshäusern angefragt, ob und wie lange ich dort bleiben könne.
Ostermontag waren meine Mama und ich bei ihr in Johannesburg, weil der Cousin meines Vaters Hermann und seine Frau Gabriele uns eingeladen hatten 10 Tage bei ihnen zu verbringen. In dem Gespräch wurde uns gesagt, dass Namibia nicht ginge, weil es dort für mich keine Beschäftigung gäbe, ebenso wie Simbabwe, weil es dort zu gefährlich sei. Ich würde mich also mehr als drei Monate am Stück in Südafrika aufhalten, das hieß für mich: Visum beantragen. Erst habe ich mich darauf ausgeruht, dass man es nur zwei Monate vor der geplanten Einreise stellen kann, anstatt schon alle Dokumente und Unterlagen zusammen zu sammeln. Dann habe ich einen Punkt nach dem anderen auf der langen Anforderungsliste abgehakt, anstatt mehrgleisig zu fahren. Wegen dem Röntgenbericht bin ich von der Röntgenabteilung im Krankenhaus zum Internisten geschickt worden, und von ihm wieder mit dem Auftrag meine Lunge zu röntgen zum Krankenhaus. Nach ein paar Tagen konnte ich dann das ausgefüllte Formular beim Arzt abholen.
Der erste Antrag kam zurück, es fehlten ein Passfoto, Kontoauszüge und ein Befund zu dem Röntgenbericht. Zudem müsse das Bestätigungsschreiben der Schwestern nachgebessert werden. Auf meine zweite Einsendung wurde dann per E-Mail die Überweisung der Bearbeitungsgebühr gefordert, eher würde der Antrag nicht bearbeitet werden.
Aus all diesen Gründen hat sich die Ausreise von anfänglich Anfang August bis Mitte September verschoben. Die Schwestern haben mir wegen der zeitlichen Verschiebung überhaupt keinen Druck gemacht. Ich könne trotzdem wie geplant zwei Monate in Botshabelo und sechs in Kapstadt bleiben, weshalb ich sehr erleichtert war.

Am Donnerstag werde ich meinen letzten Artikel veröffentlichen, der sich auf meinen Aufenthalt in Botshabelo bezieht.

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